Förderung

 

Ein Stipendium eröffnet jungen Talenten Raum und Zeit, ihr künstlerisches Potenzial zu entfalten. 
Es stärkt die musikalische Entwicklung, unterstützt wichtige Schritte auf dem Weg in den Beruf und gibt den Geförderten die Möglichkeit, ihre eigene Stimme als Künstlerpersönlichkeit zu finden. Die Freunde Junger Musiker Kassel freuen sich, dass sie bereits folgende Künstler und Künstlerinnen für das jährliche Stipendium auswählen und fördern konnten:

 

 

 Liya ChibanguLiya Chibangu

Die aus Belarus (Minsk) stammende Flötistin erhielt ein vom Kasseler Verein der FREUNDE JUNGER MUSIKER ausgelobtes Stipendium über 1.500 Euro, welches ihr in einem gemeinsam mit der Musikakademie der Stadt Kassel "Louis Spohr" abgehaltenem Wettbewerbsverfahren von einer Fachjury zuerkannt wurde. In einem öffentlichen Konzert am 16. Oktober 2026 im Palais Bellevue konnte sie ihre überragende Fähigkeit an diesem Instrument mit einem anspruchsvollen Programm aus verschiedenen Ländern Europas einem begeisterten Publikum im vollbesetzten Saal präsentieren. (©Alexander Weht)

 

 

Anatol Toth Anatol Toth

Der Schweizer Geiger Anatol Janos Toth, geb. 2003, zählt zu den vielversprechenden jungen Musikern seiner Generation. Für seine außergewöhnliche Klangfeinheit und Ausdruckskraft wurde er vielfach ausgezeichnet. Seit 2014 gewinnt er regelmäßig erste Preise bei Schweizer und deutschen Jugendmusikwettbewerben. Zu seinen weiteren Erfolgen zählen Auszeichnungen beim Internationalen Louis-Spohr-Wettbewerb, beim Migros-Kulturprozent und beim Rahn Music Competition. 2026 gewann er zudem die New York Violin Competition. Seine Konzerttätigkeit führte ihn zu Festivals und auf bedeutende Bühnen in Deutschland, Frankreich und Italien. Bereits im Alter von elf Jahren gab er sein Orchesterdebüt. Mit 15 Jahren wurde er mit dem WDR Classic Prize ausgezeichnet und war in Radio- und Fernsehübertragungen von WDR und MDR zu erleben. Einen besonderen Höhepunkt bildete sein Auftritt im Beethoven-Haus Bonn, bei dem er den Hermann-Abs-Preis für die beste Beethoven-Interpretation erhielt. Anatol Janos Toth studiert derzeit im Master of Music an der Juilliard School in New York bei Mark Steinberg und wird als Kovner-Stipendiat gefördert.

 Manoush Toth Manoush Toth

Manoush Toth wurde 2006 auf La Palma geboren. Bereits im Alter von zwei Jahren begann sie Geige zu spielen, mit acht Jahren entdeckte sie das Klavier für sich. 2025 schloss sie ihr Bachelorstudium an der Musikakademie Basel mit Auszeichnung ab und wurde für das beste Bachelorkonzert ausgezeichnet. Seit ihrer Kindheit macht sie mit herausragenden Wettbewerbserfolgen auf sich aufmerksam. Zuletzt gewann sie den ersten Preis beim Valiant Soloist Competition und erhielt beim Rahn Music Prize den dritten Preis. 2024 wurde sie als Nachwuchsjurorin zum Géza-Anda-Wettbewerb eingeladen. 2026 vertritt Manoush Todt die Schweiz beim Eurovision Young Musicians in Jerewan und gehört zu den weltweit ausgewählten jungen Künstlerinnen und Künstlern des Four Seasons Chamber Music Festival. Als Solistin und Kammermusikerin konzertiert sie international und überzeugt mit authentischen Interpretationen, mitreißender Energie und einem farbenreichen, funkelnden Spiel.

 

 Lavinia Hamza Lavinia Hamza

Schon im Alter von fünf Jahren begann Lavinia Hamza in Kassel bei Magdolna Carlberg mit dem Violoncellospiel. Früh wurde ihre besondere musikalische Begabung sichtbar. Seit 2020 wird sie von Prof. Leonid Gorokhov in Hannover unterrichtet. Wertvolle Impulse erhielt sie durch Meisterkurse und bei der International Summer Academy for Young Artists an der Bayerischen Musikakademie Marktoberdorf. Konzertauftritte, unter anderem im Stadttheater Kempten, bereichern ihre musikalische Entwicklung. Ihr Talent wurde bereits mehrfach ausgezeichnet: 2021 gewann sie den 1. Preis bei der World Cello E-Competition Associazione Napolinova. Es folgten 2022 der 1. Preis beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ in der Kategorie Violoncello solo sowie der 2. Preis beim Jugendmusikwettbewerb „Young Ludwig“in Berlin. Seit 2022 wird Lavinia Hamza als Stipendiatin der Rotary Gesellschaft Kempten gefördert.

 

 Davidoff Trio Davidoff Trio

Das Davidoff Trio wurde 2021 in Mainz gegründet und zählt zu den aufstrebenden jungen Klaviertrios der europäischen Kammermusikszene. Mit musikalischer Leidenschaft und einem modernen Zugang zur Konzertgestaltung ist das Ensemble auf renommierten Bühnen und Festivals im In- und Ausland zu erleben. Zu den bisherigen Höhepunkten zählen der Parkhouse Award 2025 in London sowie Auszeichnungen bei der Osaka International Chamber Music Competition 2026 und dem JOSEPH JOACHIM Kammermusikwettbewerb 2025. Von 2025 bis 2027 ist das Trio Ensemble in Residence bei ProQuartet Paris. Darüber hinaus wird es durch mehrere Stiftungen gefördert und war bereits mehrfach mit Konzertmitschnitten im internationalen Rundfunk zu hören. Neben traditionellen Konzertformaten beschreitet das Ensemble bewusst neue Wege. Mit innovativen Konzepten und ungewöhnlichen Veranstaltungsorten möchte das Davidoff Trio klassische Musik einem breiten Publikum zugänglich machen. Eine eigene Konzertreihe in Mainz verbindet dabei Musik, Jazz und Lyrik. Das Trio studiert derzeit an der Folkwang Universität der Künste Essen sowie an der Escuela Superior de Música Reina Sofía in Madrid. Internationale Konzertreisen führen das Ensemble 2026 unter anderem nach Spanien, England, Italien, Finnland und Japan.

 

 Demian und Lionel Martin Lionel Martin

Der Cellist Lionel Martin zählt zu den herausragenden jungen Musikern seiner Generation. Seine außergewöhnliche Ausdruckskraft, musikalische Sensibilität und sein Kammermusikspiel wurden vielfach gewürdigt – unter anderem von Anne- Sophie Mutter. Als mehrfach ausgezeichneter Solist gewann er 2022 als jüngster Teilnehmer den Wettbewerb „Ton & Erklärung” in Hannover und wurde im selben Jahr mit dem Bruno-Frey-Preis ausgezeichnet. Weitere bedeutende Erfolge führten ihn zu internationalen Wettbewerben und Festivals. Seit 2017 ist Lionel Martin Stipendiat der Anne-Sophie Mutter Stiftung. Gemeinsam mit Anne-Sophie Mutter konzertierte er in renommierten Sälen wie der Elbphilharmonie, der Berliner Philharmonie, dem Wiener Konzerthaus, dem KKL Luzern und der Carnegie Hall. Als Solist und Kammermusiker arbeitet Lionel Martin mit renommierten Orchestern und Künstlern zusammen. Gemeinsam mit seinem Bruder, dem Pianisten Demian Martin, verbindet er klassische Kammermusik mit Spontaneität und Improvisation und schafft so Konzerterlebnisse von besonderer Intensität.

Demian Martin

Demian Martin ist Pianist, Improvisationskünstler, Komponist und Musikproduzent. Seine vielseitige künstlerische Arbeit bewegt sich zwischen klassischer Kammermusik, Improvisation, Film, Theater und zeitgenössischen Konzertformaten. Er studierte Klavier an der Musikhochschule Lübeck, künstlerische Klavierimprovisation an der HMDK Stuttgart sowie Filmmusik und Tontechnik an der Filmakademie Baden-Württemberg. Weitere wichtige Impulse erhielt er während eines Studienaufenthalts am Pariser Konservatorium bei Jean-François Zygel. Als Pianist und Improvisationskünstler ist Demian Martin in unterschiedlichen Formaten zu erleben – im klassischen Recital, als Duopartner seines Bruders Lionel Martin, bei Stummfilmvorführungen oder in publikumsbeteiligten Improvisationskonzerten.

Auch als Komponist und Produzent ist er vielseitig tätig. Er schreibt Musik für Kurz- und Dokumentarfilme, Theater, Animationen und Live-Performances und entwickelt Orchester- und Kammermusik sowie Musik- und Sounddesign für Bühnenproduktionen. Eine besondere Rolle spielt dabei die Improvisation. Sie verbindet für Demian Martin historische musikalische Stile mit dem klassischen Repertoire und schafft Raum für spontane und unmittelbare Begegnungen zwischen Musikern und Publikum.

 

Woohee Lee Woohee Lee

Woohee Lee wurde 2005 in Seoul geboren und erhielt im Alter von fünf Jahren ihren ersten Geigenunterricht. Bereits zwei Jahre später führte ihr musikalischer Weg nach Deutschland, wo sie an der Universität der Künste Berlin und als Jungstudentin an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar studierte. Nach ihrer Ausbildung am Musikgymnasium Schloss Belvedere setzte sie ihre Studien an der Internationalen Musikakademie zur Förderung Hochbegabter in Berlin sowie im Pre-College der Universität Mozarteum Salzburg fort. Seit 2022 studiert sie Violine an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig. Ihr außergewöhnliches Talent wurde früh vielfach ausgezeichnet. Sie gewann mehrere erste Preise beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ sowie erste Preise und Sonderpreise bei internationalen Wettbewerben. 2021 erhielt sie zudem ein Stipendium der Freunde Junger Musiker Kassel e. V. Als Solistin konzertierte Woohee Lee bereits an bedeutenden Spielstätten, darunter an der Deutschen Oper Berlin, im Konzerthaus Berlin und in der Berliner Philharmonie. 2018 trat sie zudem als Solistin mit der Staatskapelle Weimar auf.

 

 Sebastian Fritsch Sebastian Fritsch

Sebastian Fritsch zählt zu den führenden und vielseitigsten Cellisten seiner Generation. Bereits früh machte er mit zahlreichen nationalen und internationalen Wettbewerbserfolgen auf sich aufmerksam. Seine musikalische Ausbildung begann bei Jean-Guihen Queyras in Freiburg und führte ihn über Weimar an die Kronberg Academy, wo er 2024 sein Studium abschloss. Seit 2021 ist er Erster Konzertmeister der Violoncelli der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Zu seinen wichtigsten Auszeichnungen zählen der zweite Preis beim George Enescu International Competition 2021, der Preis und Publikumspreis des Deutschen Musikwettbewerbs 2019 sowie der erste Preis beim Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerb und beim TONALi Cellowettbewerb 2018. Als Solist konzertierte Sebastian Fritsch mit renommierten Orchestern, darunter der Sächsischen Staatskapelle Dresden, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und dem Konzerthausorchester Berlin. Seine Konzerttätigkeit führte ihn in bedeutende Säle wie die Elbphilharmonie, die Semperoper Dresden und das Konzerthaus Berlin. Auch als Kammermusiker ist er international gefragt. Er gastierte bei renommierten Festivals, darunter den Salzburger Festspielen, dem Rheingau Musik Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und dem Kronberg Festival, und musizierte mit namhaften Künstlerpersönlichkeiten.

 

 Dumitrita Gore Dumitrita Gore

Dumitrita Gore wurde 1996 in Chișinău, Moldawien, geboren und kam 2015 nach Deutschland. Sie studierte bei Prof. Susanne Rabenschlag an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim, wo sie im Februar 2020 ihren Bachelorabschluss mit Bestnote erlangte. Die Geigerin nahm erfolgreich an 15 internationalen Wettbewerben teil und konzertierte auf Tourneen in zahlreichen europäischen Ländern sowie in den USA. Seit 2019 wird sie durch das Deutschlandstipendium gefördert. Dumitrita Gore spielt auf einer Violine von Charles Adolphe Gand aus dem Jahr 1855, die ihr großzügig von Prof. Gottfried Schatz zur Verfügung gestellt wird.

 

 Cunmo Yin Cunmo Yin

Cunmo Yin wurde 1993 in China geboren und erhielt im Alter von neun Jahren seinen ersten Klavierunterricht. Bereits wenige Monate später gab er sein erstes Konzert. Seine Ausbildung absolvierte er an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover bei Prof. Gerrit Zitterbart, wo er 2022 seinen Postgraduiertenkurs für Soloperformance abschloss. Nach dem Gewinn des ersten Preises beim Internationalen Telekom Beethoven Wettbewerb Bonn 2019 und der Bronzemedaille beim Arthur Rubinstein International Piano Master Competition 2021 in Tel Aviv begann seine internationale Karriere. Weitere Auszeichnungen erhielt er unter anderem beim Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerb und beim Internationalen Klavierwettbewerb „A. Scriabin“ in Italien. Cunmo Yin konzertiert in Europa, Asien und den USA und war bereits in bedeutenden Sälen wie der Elbphilharmonie Hamburg, dem Gewandhaus Leipzig, dem Konzerthaus Berlin und dem National Centre for the Performing Arts in Peking zu erleben. Als Solist arbeitet er mit renommierten Orchestern zusammen. Derzeit unterrichtet Cunmo Yin an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und ist seit 2024 zudem Gastprofessor für Klavier an der Zhejiang Normal University in China.